Das neue Blog Foto

Wenn ich Lust auf ein neues Blog Foto habe, suche ich in meinen vielen Foto-Ordnern herum und entscheide mich gerne für ein Foto mit einer besonderen Geschichte.

Das Gefäß ist sehr intuitiv entstanden, so arbeite ich mit Ton am liebsten. Die Rose heißt „Sympathie“ und ist aus meinem Garten.

Das Keramikgefäß war für eine Ausstellung vor vielen Jahren in der Donnersmarck Villa in Berlin-Zehlendorf entstanden. Es steht in Verbindung mit meiner Trauerzeit um meinen verstorbenen Vater.

Auf irgendeinem Sperrmüll ist mir dieser Metallrahmen über den Weg gelaufen und stand schon einige Jahre auf meinem Grundstück rum.

Die Gefäße mussten eine Aufhängung haben und so experimentierte ich den ganzen Frühling mit verschiedenen Formen herum, darum sind diese dann auch so unterschiedlich geworden. Heute würde ich mich für eine Form entscheiden, damals war keine Zeit mehr dazu.

Diese Keramiken mit Seladon Glasur sind Tropfen nachempfunden, die Blüten quellen aus ihnen hinaus….. Ich mag sie, aber irgendwie passten sie nicht so gut in den Rahmen.
Noch ein Gefäß, außen mit Oxyden und innen glasiert – mit einer anderen Aufhängungsart. Der Hopfen passt so gut dazu.
Unter anderem ist hier noch ein weiteres Gefäß zu sehen. Das wollte ich der Form der kleinen Quadrate anpassen – irgendwie sah es dann wie ein Briefkasten aus und hat mir nie gefallen.

Damals hat sich die Auswahl der Gefäße sehr emotional entwickelt, was der persönlichen Ausdrucksweise eines „Künstlers“ entsprechen kann. Heute, nach den vielen Jahren der Auseinandersetzung mit Ikebana, würde ich von vorneherein struktureller an die Gesamtlösung rangehen. So ändern sich die Dinge des Lebens und ich denke, dass immer alles möglich sein sollte, was den Menschen so bewegt.

Fotos, Keramiken, Ikebana und Text: Renate Murawski

Advertisements

Ikebana – Ausstellung in Öhringen

Irgendwie lasse ich mich gerne dazu hinreißen, Ikebana-Aktivitäten zu organisieren oder mitzumachen. So bin ich dann von Berlin nach Öhringen gefahren, das Auto voller Ikebana-Gefäße, Zubehör, Werkzeug und sogar ein paar Pflanzen, denen die Hitze im Auto nichts ausmachten. Eugen R. sollte bei der Veranstaltung vom Genießerdorf Öhringen unsere wunderbare Blumenkunst „Ikebana“ präsentieren.

Aber bevor alles an seinem Platz stand, mußten wir Pflanzen besorgen, Gefäße aussuchen und alles in das Hoftheater schaffen. Gerade in dieser Zeit schlug das Wetter auf „ganz heiß“ um, wobei nicht nur die Pflanzen litten, auch ich wünsche mir an solcher Stelle, dass ich besser eine Begeisterung für das Flötenspiel hätte entwickeln sollen.


Letztendlich sorgte aber unser Durchhaltewillen und ein gewisser Ehrgeiz dafür, dass alles da stand, wo es stehen sollte und die Ausstellung konnte beginnen.

Der Raum im Hoftheater war wie geschaffen dafür, unser Ikebana zu präsentieren.

Gleich beim Fahrstuhl gingen die Besucher in den hellen Raum hinein, in dem Tische mit Ikebana standen.

Gleich am Fahrstuhl ein Grundstil und eine Variation des Grundstils (hier von der Seite gesehen)

 

 

Eine freie Gefäßinterpretation mit einer Vase aus ebay. R.M.

 

 

 

 

 

 

Ein aufrechter Grundstil in einer interessanten Rakuschale, Gesteck und Schale von Eugen

 

 

Eine Keramikschale von Eugen, passend dazu mit roten Rosen.

 

 

 

 

 

 

 

Eine Keramikschale von mir mit einer Variation des Grundstils. R.M.

 

 

Die umlaufende Empore konnten wir bestücken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Fensterbänken an der Empore standen diverse Gestecke:

Abstrakte Arbeit von Eugen.

 

Meine Epoxydharzvase mit Schwerpunkt GRÜN. R.M.
Agavenblätter mit Tomate von Renate, das Gefäß ist von Dorothea Nerlich, Potsdam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eugens Tischarrangement aus Spargel und Kartoffeln in einer alten Suppenterrine

 

 

 

Eine „Waldkomposition“ von Eugen
Gemüse „hineingeworfen“ von Eugen
Eine abstrakte Arbeit von Eugen in seinem selbst hergestellten Rakugefäß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur mit Blättern, ebenfalls in einem RakuGefäß von Eugen
Ein ganz zartes Shoka von Eugen in einem Gefäß von Gabriele Barth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊◊

Das war schon mal ein kurzer Einblick in unsere Ausstellung. In den nächsten Tagen folgen noch mehr Fotos.

Text und Fotos: R.M.

 

 

Rost und Ikebana

…. passt das denn überhaupt zusammen? Die oft zarte Schönheit der Blumen und das harte, rostige, ruppige Material – viele alte, ehrwürdige Ikebana-Schulen lehnen diese Zusammenstellung ab. Und ich könnte mir denken, dass besonders feinfühlige Ästheten von dieser Vorstellung abgestoßen sind.
Aber es gibt ja die Vielfalt unseres wunderbaren Lebens und ich mag diesen ruppigen Kontrast sehr. Die Sogetsu-Schule, zu der ich gehöre, hat eine moderne und avantgardistische Einstellung. Der Gründer dieser Schule, Sofu Teshigahara, hat diesen Leitspruch geprägt:

„Ikebana zu jeder Zeit, an jedem Ort, und mit jedem Material“

Deshalb fühle ich mich in meiner Ikebana-Entwicklung frei und auch herausgefordert.

Seit einigen Jahrzehnten befindet sich ein rostiges Objekt in meinem Umfeld. Wo es ursprünglich her ist, weiß ich nicht mehr. Aber es hat mich immer fasziniert und ich mochte es nie wegwerfen. Ich denke, es ist der Rahmen von einem Balkonfenster und mich hat es für eine Ausstellung dazu inspiriert, dieses alte, weggeworfene Teil mit Ikebana aufzuwerten. Die Gefäße für die Pflanzen sind aus Keramik von mir gebaut, extra für diesen alten Rahmen.

Hier die Fotos:

2003_09_22 026 korr2 2003_09_22 027 2003_09_22 028 korr2 2003_09_22 korr1 Renate 20.9.03 127 Renate 20.9.03 128 Renate 20.9.03 129 Renate 20.9.03 130 Renate 20.9.03 131 Renate 20.9.03 133Dieser Beitrag wird verlinkt bei Frau Tonari, die eine Rost-Parade aufgestellt hat.

Text und Fotos: R.M.

Frühling in meiner Tokonoma

Ganz leise zieht der Frühling auch in meine Tokonoma ein.

Bei einem Ikebana Treffen im Februar arbeiteten wir mit Schwemmholz vom Templiner See. Wie faszinierend, wenn aus „Weggeworfenem, Vermodertem, Unbeachtendem“ wieder Schönheit wird. Durch die Verbindung mit Ikebana bekommt dieses „zufällig Gefundene“ einen neuen Sinn.

2016_02_17 (11)

 

2016_02_17 (7)

Die Vase ist von Jan Kollwitz, ein ganz besonderer Keramiker, der seine Keramiken in einer traditionellen, japanischen Technik herstellt. Hier ist seine interessante Website.

Fotos und Text R.M.

 

Frühlingsimpression

Ein bisschen Frühling in einer Keramikvase von mir, eine Nageire Variation aus den Lehrbüchern mit Narzissen und Korkenzieherhasel .

Variation Nr. 4  –  Nageire Hanging style

2003_03_11  060

 

 

Da ich auch gerne mal mit Photoshop Bildbearbeitung spiele, ist hier ein Beispiel dafür

 

2003_03_11  korr03 Kopie

 

 

 

Fair Trade 6

Marc Lancet, ein Keramiker aus Kalifornien  (http://www.marclancet.com/ArtistBiography.html) – mit vielen Ideen und Aktivitäten war letztes WE in Berlin im Keramikmuseum in einer Veranstaltung zusammen mit zwei Ikebana-Künstlerinnen. Er hat Vasen aus Ton gedreht,  die mit Ikebana-Installationen vor Publikum ergänzt wurden. 

Während dieser Veranstaltung stellte Marc sein Konzeptkunstwerk „Fair Trade 6“ vor. Kleine Keramikvasen standen auf 24 Blöcken, die Besucher durften sich eines auswählen und durch ein Objekt ersetzen, das in etwa den gleichen Wert darstellt.

Ich habe eine kleine Vase bekommen, weil ich meinen Ohrstecker dafür gab.