Pflanzen im Ikebanakurs

  Im Adventskurs am 25.11.2018 in Berlin-Charlottenburg arbeiteten wir ein freies Gesteck, eine Advents-Inspiration als Ikebana.

Eine meiner Aufgaben als Lehrerin ist es, passende Pflanzen zu der jeweiligen Aufgabe zu finden, was nicht immer leicht ist. Manchmal sind mir die Pflanzen auch fremd (obwohl ich schon ziemlich viele kenne) und dann vergesse ich in der Blumenhalle, mir den Pflanzennamen zu notieren. Genauso ist es mir dann bei diesem Kurs passiert, auf die Frage nach einer bestimmten Pflanze hatte ich keine Antwort parat. Sowas lässt mir keine Ruhe und natürlich fand ich die Pflanze im Internet.

Hier ist das verwendete Proteengewächs:

Leucadendron galpinii   Proteengewächs

ein Silberbaumgewächs. Bei Wikipedia könnt Ihr mehr über diese interessante Pflanze erfahren.

Sie wächst in Afrika und passt daher eigentlich nicht so zu Advent und Weihnachten, aber in unsere Gestecke fügte sie sich wunderbar ein.

Weitere Infos sind hier zu finden.

So haben die Teilnehmer diese kleinen Proteen im Ikebana-Gesteck eingearbeitet.

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Dazu verwendeten wir noch ein anderes, sehr interessantes Gewächs – Lycopodium clavatum (Keulenbärlapp, Schlangenmoos).

Dieses Schlangenmoos ist dazu noch eine alte Heilpflanze:

Lycopodium clavatum gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) (Keulenbärlapp, Schlangenmoos) und ist eines der wichtigsten Arzneimittel der klassischen Homöopathie. Lycopodium soll bei vielen akuten Krankheiten, sowie bei psychischen und chronischen Beschwerden helfen. Für die homöopathische Arznei werden die reifen Sporen des Bärlapps verwendet. Diese sind sehr klein und hart und müssen fein zerrieben werden, um ihre arzneiliche Wirkung entfalten zu können.

Lycopodium war schon im 16. Jahrhundert als Heilpflanze bekannt. Bei Hieronymus Bock kann man schon in Schriften aus dem Jahr 1552 über die Wirkung des Lycopodiumkrautes lesen. Die Sporen wurden damals allerdings noch nicht verwendet.

https://www.netdoktor.de/homoeopathie/lycopodium/

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(Das inspiriert mich zu der Idee, einen Ikebana Kurs nur mit Heilpflanzen anzubieten.)

Mit diesem Glas voll essbarer Pflanzen stoße ich mit Euch auf das neue Jahr an – möge uns alles gut gelingen und wir gesund bleiben.      

 

 

 

 

 

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Ikebana im Advent

Ikebana und Advent – geht das zusammen?

Es ist alles möglich in der Sogetsu-Schule und deshalb hieß die Aufgabe im letzten Ikebana Workshop dieses Jahres, ein Advent-inspiriertes Gesteck nach Ikebana Regeln zu arbeiten. Ich habe grau lackierte Bretter als Unterlage zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Material – Kupferdraht, konnte als Gestaltungselement und Halterung im Glasbehälter verwendet werden, denn im Glas verwenden wir keinen Kenzan. Um Verbindungen und Linien darzustellen, gab es verschiedene trockene Zweige – zum Teil mit Farbe besprüht.

Die Fotos öffnen sich durch Anklicken.

Ich war begeistert von den interessanten Ideen der Teilnehmer, von denen die meisten vorher keine Ikebana Kenntnisse hatten. Es sind sehr individuelle aparte Adventsgestecke entstanden.

Euch allen wünsche ich wunderbare und entspannte Weihnachtstage und grüße Euch ganz herzlich.   Renate

Gestecke von den Teilnehmern, Fotos und Text von R. M.

Ikebana ganz spontan

Wer hat am nächsten Sonntag, 18.11. zufällig nichts vor und wollte schon immer mal Ikebana kennenlernen?   Im Kurs in Berlin-Charlottenburg sind plötzlich 3 Plätze frei geworden.

Hier  ein paar Infos, wer sich anmeldet, bekommt die ganz genauen Daten.

Ikebana in Berlin-Charlottenburg mit Renate Murawski

In der Nähe vom U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz  U7

Sonntag 18.11.2018        14 – 17:30 Uhr

Was erwartet Euch:

Die erste Ikebana Arbeit ist eine Schul-Aufgabe der Sogetsu Schule, jede/r nach seinem persönlichen Stand.

 

Dafür benötigen wir eine Ikebana Schale, Kenzan und das übliche Zubehör wie Schere und ein Tuch (Gästehandtuch oä).    

Neue Teilnehmer können sich für die Zeit des Workshops die Ausstattung bei mir ausleihen. (Oder auch kaufen).


Die zweite Ikebana Aufgabe am 18.11.2018:

Nachdem Ihr Euch mit den Ikebana Grundlagen auseinandergesetzt habt, dürft Ihr Eurem winterlichen Gefühl freien Lauf lassen und dies ein einem freien Ikebana Gesteck ausdrücken.

Wer mag, bringt ein eigenes Gefäß mit, ansonsten meldet Euch, dann habe ich welche dabei.

Anmeldung per email: ikerena at mx.de

oder über das Kontaktformular.

Ich  freue mich über kurzentschlossene Anmeldungen und sende herzliche Blumengrüße

 

 

 

 

Was ist ein Ikebana Kurs?

Du hast schon mal von Ikebana gehört und möchtest es gerne ausprobieren? Was erwartet Dich  in einem Ikebana Kurs?   –   wenn Du neugierig bist,  zeige ich es Dir gerne, weil ich es kann. Ich bin zertifizierte Ikebana Lehrerin und wenn Du hier klickst, erfährst Du mehr über mich.

Meine Ausbildung fand nach den Regeln der japanischen Sogetsu Schule statt.  Und hier kannst Du einige allgemeine Informationen über Ikebana lesen.

Ein Grundstil in einer Schale

Falls Du denkst –  oh jeh,  das ist sicher ganz kompliziert –  erzähle ich Dir heute, wie so ein Kursus abläuft, dann weißt Du schon mal,  was Dich erwartet.

Vielleicht fragst Du Dich erst, was eigentlich der Unterschied zwischen Ikebana und Floristik ist?

Dies ist eine ganz vereinfachte Darstellung,  beides hat seinen eigenen Reiz  – aber Ikebana zeigt oft eine spezielle Struktur.

Ikebana, der Blumenweg, ist eine ganz besondere Art, frische Blumen auf eine bestimmte Weise in ein Gefäß zu stecken. Dazu benötigt man für den Anfang eine Schale, einen Kenzan (Steckigel) und eine Schere. Diese Ausrüstung kannst Du  bei mir während  des Kurses ausleihen oder kaufen.

Es gibt in der Sogetsu Schule  Grundstile. Einen dieser Grundstile werden wir als erste Aufgabe in jedem Kurs aufbauen und lernen damit die Grundlage für Ikebana Gestecke. Das wäre der erste Schritt, den Du  in einem Kurs lernst. Wenn Du öfter dabei bist, wirst Du verschiedene Grundstile kennen lernen und bekommst dadurch ein Gefühl für freie Blumengestecke.

              Der aufrechte Grundstil

Das ist schon eine ziemlich aufregende Sache und vermittelt einen ersten Eindruck, was ein Ikebana Gesteck sein kann. Aber keine Angst, es ist nicht schwer, sondern nur Besonders und benötigt etwas Konzentration.

In jedem Kursus arbeiten wir zur Entspannung eine zweite Aufgabe im freien Stil. Hier kannst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen, solltest aber die erlernten Regeln beachten.

Freier Stil

Für diese freie Arbeit suche ich mir immer ein besonderes Thema aus. Oft hat es mit der Jahreszeit zu tun, manchmal mit besonderen Zutaten oder vielleicht hast Du einen besonderen Wunsch, auf den ich mich gerne vorbereite.

Die Zutaten dafür bringe ich mit.

Die Kurse in Berlin Charlottenburg finden in diesem Raum statt:

In Falkensee gibt es diesen Raum mit Blick in den Garten, aus dem sich jeder Material holen darf.

Schulungsraum Falkensee

Und wenn Du jetzt Lust bekommen hast, Ikebana kennen zulernen, hier findest Du die November Kurse und hier kannst Du Dich anmelden.

Fotos und Text: R.M.

Ikebana in kleinen Wohnungen

Ikebana Miniatur einer Teilnehmerin

Minimalistischer Lebensweg – viele Menschen entscheiden sich heute gegen den Überfluss, befreien sich von allen möglichen Dingen, die Platz weg nehmen, geputzt werden müssen oder einfach nur Energie kosten.

Sie entscheiden sich bewusst für kleine Wohnungen, wollen Klarheit um sich herum und ihren Fokus auf wesentliche Dinge richten.

Sich für Minimalismus entscheiden, ist ein Weg, wie für mich der Blumenweg – Kado. Wer seinen Fokus auf Ikebana richten möchte, findet hier einen kleinen Einstieg. Und da die Wohnung eines minimalistisch lebenden Menschen klein und überschaubar ist, stelle ich heute Ikebana – Miniaturen vor. Eine Miniatur benötigt mehr Sichtbarkeits-Raum, sie ist in einem puristisch eingerichteten Umfeld genau richtig.

Diese Gestecke entstanden im Kurs am 8. April 2018:

Auf manchen Fotos wirken die Gefäße groß, sie sind aber meist nicht größer als 5 cm.

Noch mehr Fotos von Ikebana-Miniaturen sind hier.


Am Sonntag, den 6.5.2018 ab 14 Uhr findet wieder ein Ikebana-Miniaturen-Kurs statt.

Hier stehen alle Termine und hier kann man sich anmelden.

Ich freue mich auf jede Möglichkeit, die Schönheit von Ikebana weiterzugeben.

Text und Fotos: R. M.

 

Gelb im März

Ikebana im März 2018 hatte sich die Farbe GELB zum Thema gemacht. Viele Menschen, die diese wunderbare Blumenkunst kennen lernen wollten, sind als Anfänger in die Kurse gekommen und haben aus ihrer Kreativität und Begeisterung die vielfältigsten Gestecke entstehen lassen.

Damit die Komplementärfarbe die Ausdrucksstärke von Gelb erhöht, gab es lila gesprühte Zweige, trockene Agaven und wer wollte, konnte sogar ein lila Osterei einfügen.

Grundstil-Aufgaben der Sogetsu Schule sind auch dabei.
In dem winterlichen März war es eine Freude, in Gelb zu schwelgen.

Fotos und Text: Renate Murawski

Gestecke von den Teilnehmerinnen

 

Ikebana am 22.4.2018

Diesmal werden wir in 2 oder mehreren Gefäßen Ikebana als freie Aufgabe entwickeln.

Das können sein –

  • entweder 2 ganz gleiche Gefäße,
  • 2 Gefäße unterschiedlich in Form, aber gleiche Farbe,
  • 2 Gefäße unterschiedliche Farbe, aber gleiche Form,
  • 2 Gefäße unterschiedlich, die aber irgendwie zusammen passen –  besser keine Glasgefäße!

Ein paar Beispiele:

Zufällig sind sie immer gleichfarben, aber das muss nicht sein. Der Variationsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

In meinem Unterricht kommt vor der freien Arbeit erst eine Schulaufgabe der Sogetsu Schule, damit sich das Gefühl für Linien, Farben und Stile einprägen kann.

Dafür sind bestimmte Gefäße, Kenzan, Schere und Tuch nötig:

Wer Lust bekommen hat, kann sich noch schnell anmelden, 2 Plätze wären noch frei.

Aber am 29.4.2018 gibt es auch noch freie Plätze.

Text, Fotos und Gestecke: R. M.

Neue Ikebana Kurse im April 2018

Ikebana in Berlin-Charlottenburg am 8. April 2018

„Ikebana in ganz kleinen Gefäßen.“

Miniatur von Renate Murawski

Am 8.4. arbeiten wir auf Wunsch von bisherigen Teilnehmern in sehr kleinen Gefäßen oder in Miniaturgefäßen. Das ist gerade als Ikebana schwieriger, als man es sich vielleicht vorstellt. Schön wäre es, wenn Ihr eigene Gefäße mitbringt,  dann könnt Ihr Euer Gesteck so, wie Ihr es gestaltet habt, mit nach Hause nehmen. Z.B. kleine Milchkännchen oder kleine Vasen (NICHT aus Glas). Es können auch alte Filmdosen sein (s.Fotos).
 Wir werden wieder als erste Ikebana Arbeit eine Schul-Aufgabe der Sogetsu Schule erstellen, jede/r nach seinem persönlichen Stand. Dafür benötigen wir eine Ikebana Schale und das übliche Zubehör wie Schere und ein Tuch (Gästehandtuch oä).

Neue Teilnehmer können sich für die Zeit des Workshops die nötige Ausstattung bei mir ausleihen.

Hier sind ein paar Fotos, damit Ihr eine Vorstellung habt. Auch wenn es täuscht, die Gefäße sind oft nicht größer als 5 cm.

 

Der Ikebana Kurs   dauert ca  3,5 Std.  und kostet   15,00 Euro, incl. Blumenmaterial.

Anmeldung über das Kontaktformular   

oder per email: ikerena@gmx.de

Wenn Ihr Euch anmeldet, sagt mir bitte, ob Ihr ein Gefäß mitbringt, von mir ausleihen
oder kaufen wollt.

Ich freue mich sehr über jede Anmeldung und vermute, dass auch dieser Kurs so interessant wird wie alle anderen vorher.  

Fotos und Text: Renate Murawski

Ikebana Gestecke: Verschiedene Ikebana-Begeisterte aus früheren Kursen

 

Ikebana Rückschau 19.11.2017

Auch am 19.11.2017 begannen wir unseren Ikebana Nachmittag mit dem aufrechten Grundstil der Sogetsu Schule. Einige Teilnehmer hatten diesen Grundstil schon zu einem vorherigen Termin gearbeitet und sind deshalb den nächsten Schritt gegangen – den Grundstil zur anderen Seite (reversed). Alle anderen Teilnehmer bekamen weitere, individuelle Aufgaben.

Bei den folgenden Aufgaben sind Korrekturen erfolgt, die durch die „Vorher-Nachher“ Fotos gut erkennbar sind.

Die zweite Aufgabe an diesem Tag sollte japanisch inspiriert sein. Ich hatte aus einer langen Bambusstange verschiedene Gefäße gesägt und innen ein wenig vorbehandelt mit Holz Grundierung. Die anderen Gefäße wurden mitgebracht.
Für die Gestecke brachte ich zarten Bambus aus meinem Garten mit, dazu weiße und rote Chrysanthemen und Zweige von Rhododendron. Alles Pflanzen, die auch in Japan wachsen.

Als japanischen Effekt gab es noch rot gesprühte Eß-Stäbchen dazu.

Text und Fotos: R.M.
Ikebana Gestecke: Teilnehmer des Workshops

 

 

 

 

 

 

Ikebana Freestyle im September

An den drei Ikebana-Kurs-Sonntagen im September folgte nach der Schulaufgabe (hier zu sehen) immer eine freie Ikebana Aufgabe.

Nach den Grundsätzen der Sogetsu Ikebana Schule kann ein Schüler erst dann frei arbeiten, wenn er vier Lehrbücher durchgearbeitet hat. In den zwei ersten Büchern setzt man sich mit Linien, Farben und Befestigungen auseinander, in einer Schale oder einer hohen Vase.
Ab dem dritten Buch beginnt der „Selbst-Ausdruck durch Ikebana“. Es wird wichtig, in sich zu gehen in der Auseinandersetzung mit Ikebana; sich zu fragen, „was will ich ausdrücken und wie zeige ich das“. Dadurch entsteht ein individuelles Ikebana.
Ein Thema wird vorgegeben, aber jeder wird es auf seine Weise darstellen.

Am 10.9.2017 hieß die Aufgabe: in einem schmalen Glasgefäß mithilfe der Pflanzenmaterialien eine Befestigung für die Blumen herstellen. Wir verwendeten die „Großblättrige Berberitze“ (Berberis julianae), die sehr lange Stacheln hat und sich damit gut in einem Glas halten kann.

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Am 17.9.2017 verwendeten wir eine flache Glasschale, in der KEIN Kenzan benutzt werden durfte. Eine Halterung für die Blüten entstand durch Agavenblätter und/oder Zierhaselnusszweige.

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Die Inspiration zum 24.9.2017 entstand durch die Spinnennetze des „Altweiber Sommers“

(Wenn ein lauer Wind weht, lassen sich viele kleine Spinnen an ihren zarten Fäden durch die Luft pusten. Die Tiere haben unmittelbar mit der Namensgebung zu tun, denn “Weiben“ ist ein altdeutscher Ausdruck für das Knüpfen von Spinnweben.)

Wir verwendeten Gitter aus dem Floristen Bedarf, die gleichzeitig als Halterung für das Pflanzenmaterial dienten.

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Es ist sicher eine hohe Herausforderung, wenn ich in meinen Kursen das individuelle Ikebana von den Teilnehmern erwarte, ohne dass die vorherigen Aufgaben erfüllt sind. Ich glaube an die kreativen Fähigkeiten in jedem Menschen, die sich durch solche Herausforderung weiter entwickeln.
Die Konzentration auf das Wesentliche wird noch stärker herausgearbeitet, aber die Individualität und Kreativität ist deutlich erkennbar.

Text und Fotos: R.M.